Donnerstag, 12. Januar 2017

unvollständige Liste liebenswert schräger Filme

photo credit: ser... the grand budapest hotel via photopin (license)

Grand Budapest Hotel (2014)

"Gustave H (Ralph Fiennes) ist der berühmt-berüchtigte Concierge des Grand Budapest Hotels und nicht nur für seine Zuvorkommenheit und seinen makellosen Service bekannt, sondern auch für seine Vorliebe für ältere Damen, die nicht zuletzt wegen ihm im Hotel nächtigen. Als eine dieser Damen, Gustaves langjährige Geliebte Madame D (Tilda Swinton), plötzlich verstirbt, wird Gustave unverhofft Erbe eines unschätzbar wertvollen Gemäldes. Doch Madame Ds Kinder, allen voran Dmitri (Adrien Brody), haben es auf das Gemälde abgesehen und so gerät Gustave bald in die Bredouille. Gut, dass er sich auf seinen Lobby Boy Zero (Tony Revolori) verlassen kann, der dem Concierge stets treu zur Seite steht..." (Quelle); Regie: Wes Andersen


Der letzte Gentleman (2010)

"Der hochgradig introvertierte Louis Ives (Paul Dano) führt ein geruhsames Dasein als Lehrer, bis ihn seine Vorgesetzte dabei erwischt, wie er den BH einer Schülerin anprobiert. Also verliert er seinen Job und zieht nach New York, um dort Schriftsteller zu werden. Auf der Suche nach einer Bleibe lernt er den schillernden Henry Harrison (Kevin Kline) kennen, einen erfolglosen Bühnenautor und Dramatiker. Dieser verdingt sich als Gigolo für wohlhabende Witwen und pflegt auch sonst den hochgradig exzentrischen Lebensstil eines Bohème. Die beiden bilden eine absonderliche Wohngemeinschaft. Louis erprobt das Crossdressing." (vgl. Quelle). Regie: Shari Springer Berman, Robert Pulcini. Nach dem Roman "The Extra Man" von Jonathan Ames.


Garden State (2004)

"Der mäßig erfolgreiche Schauspieler Andrew Largeman (Zach Braff) muss aufgrund des Todes seiner Mutter in seine Heimatstadt New Jersey zurückkehren. Nach einem dramatischen Vorfall hatte er dieser Stadt den Rücken zugekehrt und ist nach Los Angeles geflüchtet, um dort ein neues Leben zu beginnen. Doch nun muss er sich seiner Vergangenheit und den damit verbundenen Problemen stellen. Er trifft auf seine alten Freunde aus der High School, macht eine neue Bekanntschaft mit einer ungewöhnlichen jungen Frau, die beginnt, Andrews Leben von Grund auf zu verändern und schließlich stellt er sich der Konfrontation mit seinem Vater." (Quelle) Regie: Zach Braff.


It’s Kind of a Funny Story (2010)

"Der 16-jährige Craig Gilner (Keir Gilchrist) ist sowohl in der Schule als auch zu Hause überfordert, auch ist er seit Jahren in die Freundin seines besten Freundes verliebt. Seit einem Jahr hegt er Selbstmordgedanken. Als er es nicht mehr aushält, lässt er sich einweisen. Doch Craig wird in die Erwachsenenpsychiatrie eingewiesen, da die Jugendpsychatrie renoviert wird. Es dauert nicht lange und Craig freundet sich mit Bobby (Zach Galifianakis) an. Beide unterstützen sich in den nächsten Tagen gegenseitig. Außerdem findet Craig in Noelle (Emma Roberts) endlich seine wahre Liebe." (vgl. Quelle); Regie: Anna Boden, Ryan Fleck


Four Lions (2010)

"Omar (Riz Ahmed) ist empört. Er will nicht länger tatenlos zuschauen, wie das Ansehen junger Moslems auf der Welt geschmäht wird. Der junge Brite schließt sich in Four Lions dem Heiligen Krieg an, um die britische Öffentlichkeit aufzurütteln. Seine Freunde Waj (Kayvan Novak), Barry (Nigel Lindsay) und Fessal (Adeel Akhtar) treten der neuen Terrorzelle bei. Das einzige Problem ist: Die Four Lions sind alles andere als Angst einflößende Raubtiere. Sie sind ungeschickt, trottelig und naiv. Werden die Four Lions unter diesen Bedingungen einen Terroranschlag zu Stande bringen?" (Quelle)


The Guard - Ein Ire sieht schwarz (2011)

"Gerry Boyle (Brendan Gleeson) ist Polizist in der irischen Provinz. Sein Arbeitsalltag ist keinesfalls aufregend und wenn etwas passiert, dann reagiert er nüchtern auf die Situation. Eines Tages geschieht in seinem Revier ein Mord, woraufhin auch das FBI auftaucht, was Boyle jedoch völlig egal ist. Bei einer gemeinsamen Sitzung der irischen Polizei und dem FBI reagiert Boyle herablassend und rassistisch, was dem herangereisten Agent Wendell Everett (Don Cheadle) zunächst missfällt. Während ihrer gemeinsamen Arbeit merkt der FBI-Mann, das hinter Boyles merkwürdigem Verhalten deutlich mehr steckt, als zunächst vermutet. Gemeinsam beginnt das Duo, einen groß angelegten Drogenschmuggel zu verhindern." (vgl. Quelle)


Hudsucker - Der große Sprung (1994)

"Kaum hat sich Waring Hudsucker (Charles Durning), Chef der überaus erfolgreichen Hudsucker Industries, das Leben genommen, kommt der Firmenvorstand unter Leitung von Sydney Mussbergers (Paul Newman) auf eine brillante Idee: Man sollte einen Idioten an die Firmenspitze stellen. Sobald dann die Aktienkurse einbrechen, können Sydney und seine Freunde den Konzern für einen Bruchteil seines Wertes kaufen und ihn wieder flott machen. Ihre Wahl fällt auf den Idealisten Norville Barnes (Tim Robbins), den Neuling in der Poststelle. Tatsächlich könnte der exzentrische Norville jede Firma ruinieren – aber da riecht die hartnäckige Reporterin Amy Archer (Jennifer Jason Leigh) den Braten und beginnt geheime Recherchen." (Quelle)


Freitag, 6. Januar 2017

"Activity Tracker"

photo credit: Rain Rabbit Fitbit One via photopin (license)

Einen Schrittzähler zu haben motiviert.

Hardware

Im Herbst 2015 fing es an mit einem "FitBit Flex", ein grausam unbequemes, arg auftragendes PU-Armband, welches ich am rechten Handgelenk trug. Wenn ich nicht gerade irgendwo damit anstieß, dann juckte es, weil keine Luft darunter kam. Eine Stelle an meinem Handgelenk war immer aufgescheuert. Manchmal fiel das Armband einfach ab. Irgendwann verband es sich nicht mehr mit dem iPhone und war dann tot. Die FitBit-Gruppe, der ich angehöre (prominentestes Mitglied: meine Frau) nörgelte ob meiner digitalen Abstinenz dort, ich kaufte mir also zu Abwechselung mal ein "FitBit One", das man als Clip an einem Kleidungssaum tragen konnte. Es war aber wie immer: es trug arg auf. Mit der Zeit holte ich das Ding aus seiner dicken PU-Hülle und trug es in der fünften Tasche meiner Jeans. Hier verhielt es sich plötzlich so arg unauffällig, dass es glatt mitgewaschen wurde. Wie durch ein Wunder funktionierte das Teil danach noch immer. Doch irgendwann zwischen dem 25.10. und 26.10.2016 verschwand es ohne Spur aus meinem Leben, mein Tages-Tachostand auf der App ist seitdem null. Ich habe die Waschmaschine oder Kater Sammi in Verdacht, kann es aber nicht beweisen. Soll ich mir jetzt innerhalb von 15 Monaten ein drittes FitBit kaufen?
Es wurden zu 2015 Prognosen veröffentlicht, wonach "Activity Tracker im Gesamtjahr 2015 voraussichtlich Umsätze von insgesamt 240 Millionen Euro erzielen. Die Absatzzahl wird auf rund 1,72 Millionen Geräte geschätzt. (...) [Der] Durchschnittspreis für einen Activity Tracker 2015 [liegt] bei 66 Euro." (Wikipedia)
Die rasanten Abzatzzahlen erklären sich mir auf Anhieb: Sollte ich jetzt noch ein weiteres "One" kaufen, dann komme ich kurzfristig auf 2,4 Geräte per Annum -- Respekt!


Community

Am Tag 1 freundete ich mich FitBit-communityseitig mit meiner Frau an. Dann kam am Tag 55 Bärbel dazu. Bärbel rannte bei ihrem Job (im Gegensatz zu mir) recht viel herum, aber das war theoretisch noch zu schaffen, wenn ich mir ein Bein ausriss. Im Grunde spornte das ja auch an. Anfangs. Dann aber schleppte Bärbel (Tag 78) noch eine Reihe von illustren Gestalten an, die die Community "bereicherten": DieWeisseMassai (die täglich ca. 10 km Fußweg im Ngorongoro-Hochland zurücklegt), HundeMom82, die dreimal am Tag ihre Windhunde Bruce und Bongo Gassi führt und dabei mehrere Bundeslandgrenzen überschreitet) und last but not least TheWalkingDead, der als Untoter ununterbrochen in Bewegung ist, sodass er mein Gesamt-Wochenziel am zweiten Tag reißt.
Wenn ich also täglich den vorletzten oder letzten Platz belege, dann motiviert mich das nur so "mittel". Selbst, als mein "One" in der Waschmaschine war und gewaschen und mit 1.250 U/min geschleudert wurde, reicht es nur für Platz drei -- von hinten.


Fazit

Ein Schrittzähler ist eine schöne Sache, wenn man das Ding unauffällig am Körper verstauen kann. Gut wäre als Armbanduhr, besser wäre als Ring, großartig wäre im Brillenbügel, optimal wäre als Implantat.
Ein Schrittzähler ist eine schöne Sache, wenn man sich nicht ständig einen Neuen kaufen muss.
Ein Schrittzähler ist eine schöne Sache, wenn man in einer etwas ausgeglicheneren Trainingsgruppe ohne Olympioniken und Zombies unterkommen könnte, denn es motiviert mich nur so lange, wie ich noch den Hauch einer Chance sehe.


Freitag, 30. Dezember 2016

Schöner wählen mit Cambridge Analytica

photo credit: jamesgill3 DrugsMurderCrimeStatistics via photopin (license)

Mit Trump hatte niemand gerechnet, er vermutlich auch nicht. Jetzt muss er bald in ein Büro einziehen, das nur 1/4 so groß ist wie das jetzige seiner Vorzimmer-Uschi im Trump-Tower, zu allem Überfluss ist es auch noch oval, sodass man nichts stellen kann. Gelungen ist der Wahlsieg, den niemand auf dem Radar hatte, dank der Firma Cambridge Analytica, den Daten von Facebook & Co. und selten fluffiger US-Datenschutzbestimmungen. Statt wie Hillary, die versucht hat, ihre Wählerbasis mit ein paar Parolen zum Urnengang zu bewegen, hat man bei Trump so zielgenau wie nie zuvor in der Geschichte superexakt ermittelte Wählergruppen individuell angeschrieben, um sie vom Wählen (von Hillary) abzuhalten. Es ist immer leichter, Antriebsschwache von etwas ungleich couchpotatoing abzubringen, als sie zu etwas beliebigem zu motivieren -- well done, Mr. Trump. Du darfst jetzt in dein kleines, rundes Büro ziehen. Und wenn Kim Jong Un mal wieder durchdreht und der Welt mit Atomkrieg droht, dann kannst du politisches HB-Männchen Pjöngjang einfach RÖNG-DÖNG mit einer 10-Megatonnen-Bombe wegputzen -- DAS IST SPARTA!!

Die Deutschen werden immer weniger, weil sie es nicht mehr über sich bringen, sich im ausreichendem Maße zu reproduzieren. Da passten die Millionen syrischer Flüchtlinge, die man als eines der reichsten Länder der Welt mit großem Selbstverständnis aufgenommen hat, wie ein Ball in den Fängerhandschuh! Leider wurde das Flüchtlingswunder (das es tatsächlich war!) mit fröhlich winkenden, spendenwilligen Menschen an den Bahnhöfen von den Medien recht schnell zur "Flüchtlingskrise" kaputtgeschrieben, weil: Über feiernde, gutmeinende Menschen kann man ja wohl kaum wochenlang etwas schreiben, über "Islamisten", "Terrorverdächtige" und "Scheinasylanten" aber ganz dufte. Infolgedessen (und aus einer Reihe anderer Gründe) gewinnt bei Wahlen in BRD auch nicht mehr automatisch Schwarz/Gelb oder Rot/Grün.

2017 findet in Deutschland die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag statt -- macht die AfD vielleicht den Trump?
"Hey! Hier ist nicht die USA! Wie will man denn an die ganzen Wählerdaten kommen?", rufen schlau Himpelchen und Pimpelchen. Don't worry: In Deutschland verkaufen selbst Einwohnermeldeämter die Daten ihrer Bürger weiter, gerne auch an Parteien (Link). Und diese Datensätze kann man dann mit den gekauften PAYBACK-Daten zusammenführen.
Echt jetzt? Ja leider.

Doch wie erkennt man als AfD-ler "seine Pappenheimer"? "No problem", sagt der Chefanalyst von Cambridge Analytica, Cyrus P. Jellyfish, und analysiert kurz die Warenkörbe auf Artikelebene aus dem PAYBACK-Daten. Schnell wird er fündig: "Negerküsse" und "Herrenschokolade" sind ein guter Anfang, auch Futter für "Rassehunde", desweiteren Wella "Blondor" und mit größer 400% stark überdurchschnittlich viel schwarze Schuhcreme. "That's the brownies", sagt Jellyfish augenzwinkernd.
Grüne? "That's easy!", freut sich der Analyst, seine Finger huschen über die Tasten, er isoliert aus den Daten Beamte, kreuzvalidiert diese mit Bioladengängern und Bio-Lebensmittelkäufen z.B. von Demeter und Alnatura. "Thats it!", sagt er und zeigt auf eine kleine grüne Blase innerhalb eines rot-gelb-schwarzen Wirrwarrs.
Und die anderen Parteien?
"The techniques to isolate the other parties are highly confidential!", sagt Jellyfish bestimmt.
Is klar.

Was auf jeden Fall für immer der Vergangenheit angehören wird, sind Wahlen ohne Data-Mining und gezielter Wählerbeeinflussung.


Samstag, 24. Dezember 2016

Wunder der Weihnachtszeit 5

photo credit: HAMED MASOUMI via photopin (license)
Eine Freundin, die Sozialarbeit macht, erzählte mir von den Leuten die sie gerade betreut. Die Erwachsenen rauchen in der Wohnung, schicken aber währenddessen ihre Kinder zum Atmen auf den winterlichen Balkon.
Also, ich spüre da ganz deutlich den Geist der Weihnacht!
War ich nicht gerade in diesem allerprofansten Augenblick Zeuge des Wunders der Vorweihnachtszeit geworden?
Wunder schafft die Weihnachtszeit.
Vor dem Dorf, darin verschneit
jeder Hof und jedes Haus,
Vogelbeerbaum, Nacht für Nacht
hundert Lichtlein trägt, entfacht,
die da leuchten weit hinaus.
Achtet seiner Herrlichkeit
niemand auch im Wintergraus,
bläst der Wind doch keins ihm aus,
alle strahlen dicht gereiht -
Wunder schafft die Weihnachtszeit.

(Martin Greif, 1839 - 1911)
Meine Güte!


Mehr "Wunder der Vorweihnachtszeit": hier.


Mittwoch, 21. Dezember 2016

Serien-Empfehlungen II

photo credit: televisione Elijah Wood torna sullo schermo per una serie Netflix via photopin (license)

Hier ist die Fortsetzung zu meinen Serien-Empfehlungen (Blogbeitrag) -- neuer, heißer Scheiß zum Fest:


Comedy

Dirk Gentlys holistische Detektei* (Wiki): Urst unterhaltsames, völlig durchgeknalltes Zeitreise-Mystery-Körperwechsel-Gedöns nach zwei von Douglas Adams Romanen ("Der elektrische Mönch – Dirk Gentlys holistische Detektei" von 1987 und "Der lange dunkle Fünfuhrtee der Seele" von 1988). Mit Elijah Wood als Assistent Todd, einem unglaublich gefährlichen schwarzen Kätzchen und einem Mörder-Cliffhanger am Ende. Top-Tipp! 8 Folgen in 1+ Staffel (EA: 2016)


Drama

Ray Donovan (Wiki): Ray Donovan ist ein Fixer ("Reparierer") und manchmal auch ein Cleaner für die Reichen und Schönen rund um Los Angeles. Wann immer jemand, der es sich leisten kann, in Not gerät, ist Ray zur Stelle. Skandale werden verhindert, Beweise vernichtet und was geht vertuscht. In der Wahl seiner Mittel ist Ray nicht zimperlich -- aber das kostet. Als Rays Vater Mickey aus dem Knast entlassen wird, nehmen auch Rays private wie familiäre Probleme rasant Fahrt auf. 48 Folgen in 4+ Staffel (EA: 2016)


Thriller

Designated Survivor (Wiki): Bei der Rede zur Lage der Nation vor dem vollbesetzten Kongress kommt es zu einem unvorstellbaren Terrorakt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich der ehemalige Minister für Wohnungsbau und Stadtentwicklung Kirkman als "designated survivor" an einem sicheren Ort. Bereits Stunden später wird dieser zum Präsidenten der Vereinigten Staaten vereidigt, da er der einzige Überlebende ist. Es beginnt die fieberhafte Suche nach den Terroristen, gleichzeitig brechen allerlei Krisen aus und der einzige ehrliche Mann in Washington steht vor der größten Herausforderung seines Lebens. Mit Kiefer Sutherland, der wunderbaren Natascha McElhone und Maggie Q. 8 Folgen in 1+ Staffel (EA: 2016)


Crime (mit langen Handlungssträngen)

Happy Valley (Wiki): Catherine Cawood (super: Sarah Lancashire) ist eine toughe Polizistin in ihren frühen 50-ern. Sie lebt und arbeitet in einer kleinen Stadt in West-Yorkshire. Nach dem durch eine Vergewaltigung bedingten Selbstmord ihrer Tochter zieht sie ihren Enkel wie ihr eigenes Kind groß, hat aber neben ihrem Beruf nicht viel Freizeit. Als sie erfährt, dass der Vergewaltiger ihrer Tochter (und Vater ihres Enkels) wieder auf freien Fuß ist, beginnt sie mit ihren Ermittlungen, nicht ahnend, dass besagter Tommy-Lee Royce bereits schon wieder in Drogengeschäfte und eine Entführung verstrickt ist. 12 Folgen in 2+ Staffeln (EA: 2015)


Mystery & Magic

The OA (Wiki): Die blinde Prairie wird auf der Suche nach ihrem Vater von einem Wissenschaftler entführt, der in dem weitläufigen Kellersystem einer alten Mine Menschenversuche an Personen macht, die bereits ein Nahtoderlebnis hatten. Dort läßt er seine Gefangenen wiederholt sterben und reanimiert sie dann wieder. Insgesamt fünf junge Leute werden dort von Glasscheiben getrennt voneinander wie in einem Terrarium gehalten und mit Gas gefügig gemacht. Als OA -- wie sich Prairie mittlerweile nennt -- nach sieben Jahren wieder auftaucht, schart sie in ihrer Heimatstadt einen Zirkel von fünf Personen um sich und erzählt ihre Geschichte, dabei lernen ihre Zuhörer, die gleichzeitig ihre Schüler sind, von ihr paranormale Handlungen. Eigenartig bemerkenswert mit Gänsehautgarantie. 8 Folgen in 1 Staffel (EA: 2016)


SF

Black Mirror (Wiki): Bei Black Mirror handelt es sich um eine SF-Anthologie, bei der in jeder Folge die gesellschaftlichen Auswirkungen einer zukünftigen (disruptiven) technologischen Entwicklung beleuchtet wird, wie zum Beispiel wie es wäre, wenn wir unser Leben komplett aufzeichnen könnten, um entscheidende Szenen wieder und wieder abzuspielen: Würde uns das alle zu kleinen Privatdetektiven in unserem eigenen Leben machen, das uns dadurch aber mehr und mehr aus den Händen gleitet? 13 Folgen in 3+ Staffeln (EA: 2012)


Biopic

The Crown (Wiki): Die Serie "widmet sich dem Leben der jungen britischen Königin Elisabeth II. Mit einem Budget von bis zu 80 Millionen US-Dollar für Staffel eins ist sie das bis heute teuerste Projekt auf Netflix." (s. a.a.O.) Tolle Locations, super gecastete Schauspieler. Mit einem überaus herausragenden John Lithgow als Winston Churchill.


Dienstag, 20. Dezember 2016

Büro-Mäuse

photo credit: VeRoNiK@ GR Ying Yang via photopin (license)

Man kennt das: Ein Kunde ruft an, sagt gerade seinen Namen und schon klickt die neben einem sitzende Kollegin die Maus doppelt KLICK!-KLICK! und man versteht wieder kein Wort.
"Äh, wie ist bitte Ihr Name?, meine Kollegin hat gerade ihre Maus geklickt!"
Der Kunde wiederholt etwas, leider schiebt nun die Kollegin von schräg gegenüber ihre Maus übers Pad, so dass einem Sehen und Hören vergeht: SCREETCH!
Ich lasse das Namensfeld leer.
"Was kann ich für Sie tun?", frage ich so entnervt wie mutlos.
"Ja, ich habe hier ein Problem mit dem KLICK!-KLICK!-KLICK!, ...wegen man kein SCREETCH!, ...aus und deswegen möchte ich KLICK!-SCREETCH!, ...weiteren um-KLICK-KLICK!-KLICK!, ...stehen Sie?"
Jetzt hat zu allem Überfluss auch noch die Kollegin von gegenüber mitgeklickt.
"Ich, äh, ja. Von wo rufen Sie an?"
"SCREETCH!-KLICK!-KLICK!!"
"Ja, habe ich notiert, ich lasse Sie zurückrufen!", lüge ich und lege auf. Erfasst habe ich nichts. Es war ja auch nichts zu verstehen.
Die Kollegin zwei Plätze neben mir lacht vermutlich ohrenbetäubend, ich kann es leider nicht hören, weil gerade alle mit ihren Mäusen zugange sind, manche sogar mit dem Scrollrad BRAAAT-BRAAAT-BRAT-BRAAAAAAT! und damit eine Geräuschkulisse erzeugen wie in einer Gesenkschmiede.

 + + +   W E R B E U N T E R B R E C H U N G   + + +
Freunde: Endlich! Logitech hat nun mit seinem Modell M330 Silent Plus eine Maus auf den Markt gebracht, die nicht mehr markerschütternd klickt und quietscht -- diese Innovation wird den Büroalltag total umkrempeln.


Mittwoch, 14. Dezember 2016

Familien-Aktivitäten am Sonntag

Familienausflug in den frühen 80ern

1980+
Die gesamte Familie macht am Sonntag Nachmittag einen Spaziergang in der Umgebung. Rund um den Wohnort werden im leicht aufgerüschten Kleidungsstil so illustre Orte wie "Ispingrade", "Hälversche Mark" oder "Kaffekanne" aufgesucht. Kein noch so entlegener Winkel der zugigen Höhen und der feuchten Tälern des Bergischen Landes ist auf Dauer sicher. Das Zwangs-Event findet mit einem Minimum an Equipment statt, es kommt niemand überhaupt auf die Idee, Trinkwasser mitzunehmen. Im Hochsommer gibt es vielleicht mal ausnahmsweise pro Kopf ein Sunkist oder eine Capri Sonne. Selbst wenn man zufällig an Ausflugslokalen vorbeikommt, gegessen und getrunken wird zu Hause -- das wäre ja noch schöner, aber Toilette benutzen ist OK. Im Herbst sammelt die Familie geschlossen Hallimasch, Steinpilze und Stockschwämmchen, die es dann zum Abendessen gibt.

1990+
Die gesamte Familie macht am Sonntag Nachmittag eine Art Spaziergang in der Nähe. In zweckmäßiger Kleidung werden wenig befahrene, asphaltierte Straßen aufgesucht, damit Kind 1 skaten, Kind 2 radfahren und Kind 3 mit dem Laufrad laufen kann. Das Event findet mit einigem an Equipment statt, die Eltern haben für den Fall der Fälle noch Flugdrachen, weitere Räder, Skateboards und Pogo-Sticks dabei, sowie einen Verbandskasten (mit dreierlei Motivpflastern), jede Menge Trinkwasser, Limo, kleine Notrationen aus Salami, Käse und Keksen und ein Notzelt. In der Regel trifft man die Eltern bepackt wie Sherpas an, während die Kinder 1 und 2 halbnackt im Straßengraben fangen spielen und Kind 3 etwa 50 m weiter hinten mit Dino-Helm Rotz & Wasser brüllend unbeweglich auf dem Laufrad steht.

2000+
Fast die ganze Familie macht am Sonntag etwas zusammen, außer Kind 1, das muss wegen der Nachprüfung lernen. Es wird voll basisdemokratisch abgestimmt, was gemacht werden soll und jeder hat eine Stimme. Somit werden allsonntaglich die Stadtfeste und Jahrmärkte der Umgebung aufgesucht. Jedes Kind bekommt 25 € Kirmesgeld, das es sich für Cola, Popcorn, Fahrgeschäft 1, Cola, Zuckerwatte, Fahrgeschäft 2, Cola, gebrannte Mandeln, Fahrgeschäft 3 fein einteilen muss. Sobald die Kinder geschlossen einen Zuckerschock haben und vibrieren wie Gitarrensaiten, fahren alle nach Hause und Papa kann endlich wieder an den Computer.

2010+
Wer aus der Familie möchte, fährt am Sonntag mit in eine Stadt oder einen Stadtteil, der verkaufsoffenen Sonntag hat. Kind 2 bleibt zu Hause und zockt im Schneidersitz an der Konsole. In der Mall gibt es etwas für jeden! Die Kinder verschwinden mit ihrem Taschengeld im "Toys “R” Us", Papa im Saturn und Mama im Douglas, nach einer Weile treffen sich alle beim obligatorischen italienischen Eiscafé und bestellen Spaghetti-Eis. Wenn die Kinder einen Brain-Freeze haben, fahren alle wieder nach Hause und alle stellen ihre Neuerwerbungen in die jeweiligen Regale.


Montag, 28. November 2016

Nudeln kochen

photo credit: FotoDB.de Pasta Napoli via photopin (license)

Wer (außer meinem Vater selig) mag schon keine Nudeln? Und so finden sich auch immer wieder  Nudeln aus Hartweizengrieß oder deren Low-Carb-Variante aus Linsen oder Erbsen im Haushalt ein. Irgendwann, das gesalzene Wasser kocht bereits, kommt ihr großer Auftritt: Ich halte die Nudel-Tüte in der Hand, bereit, ihren Inhalt den brodelnden Fluten zu übergeben. Was mich jetzt, in diesem Augenblick, wirklich einen feuchten Kehricht interessiert, ist:
  • die Herkunft des Hartweizengrieß
  • wie viele Eier pro Kilo Nudelmasse verarbeitet wurden
  • welche Nudelsorten es von der Herstellerfirma sonst noch gibt
  • wie Abachini, Cannelloni, Gemelli, Tubetti, Vermicellini und Zitoni aussehen
  • was zu Nudeln sonst noch so alles toll schmeckt
  • wie sich die Herstellerfirma einen Nudelauflauf vorstellt
  • wer Alfonso Benito Cataldo war
  • dass die älteste Nudelfabrik Deutschlands 1793 gegründet wurde
  • was Marco Polo mit Nudeln zu tun hat
Herrgott!
Wenn das Wasser kocht, dann will ich einzig wissen, wie lange diese sch*** Nudeln kochen müssen!
Es kann doch nicht so schwer sein, diese eine, einzig wichtige, singuläre Information leicht auffindbar irgendwo in 30 Punkt fett in einer lesbaren Type auf der Packung anzubringen!
 Also irgendwie so:
Kochzeit: 9 Minuten

Na bitte!
Geht doch!
So schwer kann das doch nicht sein, oder?


Samstag, 26. November 2016

Lufthansa-Streik

photo credit: Nabil Molinari Photography Lufthansa D-AIZK Airbus A320-214 cn/5122 dd 10/11/16 OE-LBY "Carnuntum" Austrian Airlines @ EDDF / FRA 17-09-2016 via photopin (license)

Petition gegen das brutale Verarmen eines ganzen Berufsstandes:

Ein Lufthansa-Copilot verdient nach 10 Jahren Berufserfahrung nur schmale 105.000 € pro Jahr -- dazu kommen Zahlungen für geleistete Überstunden und die Ausschüttung einer Gewinnbeteiligung. 
Auch steigert sich das Gehalt jährlich automatisch nur um läppische 3% -- das ist ja kaum ein Inflationsausgleich! Wenn die Piloten nicht ständig während der Arbeit diese winzigen Aufreissportionen "Undefiniertes mit Huhn an zerkochtem Gemüse" oder "Vegetarische Paste an soll-das-Reis-sein?" zu Essen bekämen, dann müssten sie womöglich darben.

Meiner Meinung nach gehen die aktuellen Forderungen der Gewerkschaft Cockpit, das schmale Salär der Piloten um lediglich 1.700 € monatlich aufzustocken, bei weitem nicht weit genug. Wie oft soll denn noch gestreikt werden, um das Gehalt der Piloten endlich an das des saudi-arabischen Königs Salman anzupassen?

In echt: Wer nach dem gefühlten 30. Lufthansa-Streik der letzten Jahre noch jemals im Leben wieder einen Lufthansa-Flug bucht, ist entweder eine harte Niete in punkto Risikoabwägung oder hat nicht mehr alle Gepäckstücke auf dem Band.

Artikel


Dienstag, 22. November 2016

Donald Trump

photo credit: Nathan Congleton Donald J. Trump via photopin (license)

Wenn es nach den Deutschen gegangen wäre, dann wären die letzten drei US-Präsidenten
  • Al Gore (nope), 
  • Barack Obama (check) und 
  • Bernie Sanders (nope) gewesen und notfalls auch Hillary Clinton.
Herrgott, nur einer von drei -- was machen denn die Amis? Schon wieder hat der amerikanische Wähler nicht den deutschen Wunschkandidaten gewählt! -- Hallo?
Das ist ja ganz schön feist!
Wie doof sind die denn?
Wir hier in Mutti-Deutschland kennen uns nämlich voll aus mit Übersee und so, wir haben schließlich alle Dallas, Miami Vice und Breaking Bad gesehen, somit läßt sich zur aktuellen Präsidenten-Wahl nur noch hoch professionell feststellen: Amerika, du bist jetzt endgültig eine "rational befreite Zone" (Twitter).
Soso.
Ist das so?

Erstens
Wer als Wähler nur die Wahl bekommt zwischen Pest und Pocken, der bleibt entweder zu Hause oder wählt sehr häufig "etwas mit P".

Zweitens
Viele Amerikaner trauen eher "Dagobert Duck mit Tourette" zu, Amerika zu führen als eine abgezockte Berufspolitikerin aus dem Washingtoner Establishment. Das ist eine recht straighte Message an die die letzten Jahrzehnte herrschende politische Klasse.

Drittens
Zunehmend wird nach Wahlen gerne Wähler-Bashing betrieben, nach dem Motto: "Wie kann man nur so doof sein?" -- siehe AfD, BREXIT und last but not least Trump. Leute, Leute: Wähler dürfen wählen. Das ist in einer Demokratie nun einmal so. Und was sie wählen, das kann man als Regierung, als Parteien usw. im Vorfeld mitgestalten. Wenn Wahlergebnisse ernstlich schockieren, dann sollte man es das nächste Mal einfach besser machen. Nicht der Wähler trägt die Schuld daran, sondern die Nicht-Gewählten.

Der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika Donald Trump (Wahlkampfmotto: "Fuck the Fakten!") schart gerade sein Gruselkabinett um sich, Ultra-Rechte, Rassisten, Kreationisten, Waffen-Lobbyisten, Abtreibungsgegner und Klimawandel-Leugner.
Langweilig wird das nicht werden.